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Kaum kitzeln die ersten Sonnenstrahlen an den Hundenasen, sind sie auch schon wieder mehr draußen und entdecken die Welt. Es lauert aber jeden Sommer wieder eine kleine Gefahr auf unsere Vierbeiner – die Zecken. Welche Zeckenmittel für Hunde gibt es eigentlich? Wir stellen Sie vor, erklären Wirkung und Anwendung und warum die Zecken so eine große Gefahr darstellen.

Vor welchen Krankheiten schützen Zeckenmittel für Hunde?

Für den Menschen sind derzeit nur zwei Krankheiten bekannt, die durch Zecken übertragen bzw. ausgelöst werden. Das ist zum einen die Borreliose und zum anderen die Frühsommer-Meningitis. Für unsere liebsten Freunde, die Hunde allerdings, sind die Zecken in weitaus größerem Umfang gefährlich. Neben Borreliose kann auch Babesiose oder Anaplasmose auftreten. Hinzu kommen noch weitere Erkrankungen, die je nach Zeckenart in unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit an den Hund kommen können. Die Braune Hundezecke zum Beispiel kann den Hund mit Ehrlichiose infizieren. Lange Zeit war sie nur in Süd- und Osteuropa verbreitet, wird aber immer häufiger auch in unseren Gefilden gesichtet. Es ist wirklich wichtig, dass man seinen Hund in den warmen Monaten mit einem Zeckenmittel für Hunde schützt, denn einige der Krankheiten können auch chronisch werden. Dann wird das Immunsystem oder auch das Nervensystem des Hundes dauerhaft geschwächt. Eine Behandlung ist langwierig und kompliziert und kann auch zum Tod des Hundes führen. Wir stellen hier die Möglichkeiten für den Schutz Ihres Hundes vor.

Der Klassiker gegen Zecken – Das Halsband

Das gute alte Zeckenhalsband ist der Klassiker unter den Zeckenmitteln für Hunde. Es gibt die Bänder in ganz unterschiedlichen Ausführungen und Designs. Von praktisch schnörkellos bis hin zur richtigen Halskette aus Bernstein reicht die Palette der Zeckenhalsbänder für den Hund. Durch die unkomplizierte Anwendung ist das Halsband das meist angewendete Zeckenmittel für Hunde. Die Wirkstoffe sind in Schichten der Halsbänder eingearbeitet und werden erst mit dem Anlegen abgegeben. Nach und nach werden sie an den Fettfilm der Haut des Hundes abgegeben und verteilen sich so über den ganzen Hund. Bis zu acht Wochen lang schützen sie gegen Zecken, Flöhe und sogenannte Haarlinge. Leider sind diese Besteller in der Ungezieferbekämpfung auch, mit Ausnahme des Bernsteinhalsbandes, echte chemische Keulen

Spot On -Präparate direkt auf die Haut

Ein weiteres beliebtes Zeckenmittel für Hunde sind sogenannte Spot On-Präparate. Sie müssen direkt auf die Haut des Hundes aufgetragen werden, und darin liegt auch manchmal die Schwierigkeit. Bei sehr langhaarigen Hunden muss man erst einmal bis zur haut vordringen, um das Präparat auftragen zu können. Außerdem ist nicht jeder Hund von solch einer Prozedur soweit überzeugt, dass er auch still hält. Spot On-Lösungen sind aber hervorragend für Hunde geeignet, die keine Halsbänder tragen. Die Lösung gegen Zecken kommt hier in Pipettenform daher und eine Anwendung schützt den Hund für ungefähr einen Monat. Die Pipetten gibt es in unterschiedlichen Größen, abgestimmt auf die Größe des Hundes. Auch die Spot-On-Präparate helfen nicht nur gegen Zecken, sondern schützen auch vor Haarlingen und Flöhen. Allerdings sollten man den Vierbeiner von Gewässern fernhalten. Das aufgetragene Mittel wäscht sich heraus und ist obendrein noch hochgiftig für die im Wasser lebenden Tiere.

Zeckenmittel für Hunde als Spray

Auch mit einem Spray kann man seinen Hund wirksam vor den Plagegeistern schützen. Ein Spray ist leichter anwendbar als die Spot On Präparate, wirkt aber auf dieselbe Art und Weise mit einem hochdosierten Insektizid. Dies wirkt bei wirbellosen Tieren auf das Nervensystem ein und bringt die Tierchen zum Absterben. Für die Anwendung der Sprays sollte man selbst Handschuhe tragen. Man sprüht es direkt in die eigene Hand und verteilt das Mittel dann auf dem Fell des Hundes und massiert es ein. Dies ist für den Hund oftmals viel angenehmer als das Auftragen mit der Pipette. In vielen MItteln ist im Zeckenspray noch ein Pflegemittel enthalten, welches dem Fell des Tieres einen schönen Glanz verleiht. Auch die Sprays bieten einen Schutz von ungefähr einem Monat.

Tabletten gegen die Zecken

Die bisherigen Schutzmöglichkeuten vor Zecken, aber auch anderen Parasiten, werden alle äußerlich angewendet. Seit einiger Zeit gibt es aber auch die Möglichkeit des Zeckenschutzes von innen. In Form von Drops oder Tabletten kommen diese Zeckenmittel für Hunde daher. Sie wirken aber auch ein bisschen anders. Im Gegensatz zu den Chemiekeulen, welche die Zecken von vornherein fernhalten oder für eini sofortiges Absterben sorgen, sobald die Parasiten mit dem Mittel in Berührung kommen, kann es bei den Tabletten durchaus zu einem Befall des Hundes kommen. Allerdings dauert dieser nicht lange an und die tabletten sorgen dafür, dass der Hund bald wieder schädlingsfrei ist. Auch diee Drops müssen regelmässig verabreicht werden. Wie der Drops in den Hund kommt, wird jeder Hundebesitzer selbst am besten wissen oder herausfinden. Ein großer Vorteil der Gabe von Tabletten gegen Zecken ist, dass das Fell des Hundes frei von Chemie bleibt. So kann jeder weiter mit seinem Vierbeiner kuscheln und Herumtoben oder der Hund auch gebadet werden.

Natürliche Zeckenmittel für Hunde

Für den, der zur chemischen Keule greifen will oder seinem Hund einfach keine Tabletten verabreichen kann, gibt es natürlich auch natürliche Zeckenmittel für Hunde. Einige haben wir für Sie recherchiert.

Knoblauch gegen Zecken

Nein, der Hund muss nicht mit Knoblauch eingerieben werden, es soll die Knollen nur essen. Keine Angst, die Mengen, die verfüttert werden müssen, damit ein Schutz gegen Zecken eintritt, ist nicht sehr hoch. Manche Hundebesitzer haben vor dem Einsatz von Knoblauch Angst, da er in sehr hohen Dosen für Hunde giftig sein kann. Wir können hier nicht detailliert auf die Gefährlichkeit von Knoblauch und anderen Zwiebelgewächsen eingehen. Seien Sie aber versichert, dass die Dosen wirklich sehr sehr hoch sein müssen, um Ihren Vierbeiner zu gefährden. Wer immer noch unsicher ist, kann auf die Granulatprodukte oder Pulver zurückgreifen. Diese sind oft entschwefelt und somit der gefährlichen Schwefelverbindungen beraubt. Getestet wurde der Zeckenschutz durch Knoblaucheinnahme noch nicht an Hunden, aber am Menschen.

Bierhefe als Zeckenabwehrmittel

Zecken mögen kein Bier! Ok, präziser: sie mögen den Geruch von Bierhefe nicht. Darin sind viele B-Vitamin-Verbindungen enthalten, welche die lästigen Parasiten von vornherein vom Hund fernhalten. Allerdings mögen auch manche Hunde den Geruch nicht und können sich somit dann selbst nicht riechen. Das muss jeder Hundebesitzer dann selbst ausprobieren. Manchmal kann Bierhefe auch Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen. Auch das werden aufmerksame Hundebesitzer schnell merken und sollten dann die Zufütterung mit Bierhefe einstellen.

Bernsteinketten als Zeckenmittel für Hunde

Wenn Ihr Hund ein echtes Schmuckstück werden soll und kein Problem damit hat, beständig eine Halskette zu tragen, können sie es auch einmal mit Bernstein versuchen. Die Bernsteinkette soll, vorausgesetzt sie wird in ständigem Körperkontakt am Hund getragen, wirksam vor Zeckenbefall schützen. Grund dafür ist der Harzgeruch und die elektrostatische Aufladung. Wichtig ist also, dass wirklich echter Rohbernstein getragen wird, sonst wird es nicht wirken. Außerdem sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Hund die Kette gern trägt und sie nicht durch übertriebene Tollerei kaputt geht.

Ätherische Öle gegen die Zecken

Es gibt viele Zeckenmittel für Hunde, in denen verschiedenste ätherische Öle enthalten sind,. Diese sollen die Zecken fernhalten. Das Grundproblem bei diesen Zusätzen ist, dass die meisten Hunde mit ihren „Deodorants“ ganz und gar nicht zufrieden sind. Zitronen-Eukalyptus zum Beispiel hilft dem Menschen nachweisbar gegen Zeckenbefall, ihren Hund sollten Sie aber mit dem sehr intensiven Geruch nicht selbst quälen.

Kokosöl als Geheimwaffe

Kokosöl wird gerade wieder als besonderes Wundermittel gegen allerlei Wehwechen und für tolle Haut, die Förderung der Verdauung und weitere tolle Sachen wiederentdeckt. Und siehe da, die Laurinsäure scheint auch verschiedenste Parasiten zu vertreiben. Das Kokosöl muss als Zeckenmittel für Hunde in das Fell eingerieben werden. Da liegt es nahe, dass Kokosöl nur für kurzhaarige Hunde eine natürliche Zeckenabwehr darstellt.

Welche Zeckenmittel für Hunde gibt es?
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