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Die Perserkatze, oder auch kurz einfach nur Perser genannt, ist wohl eine der beliebtesten Katzenrassen überhaupt. Sie sehen durch ihr schönes Fell sehr edel aus und strahlen eine unglaubliche Gelassenheit und Ruhe aus. Wie ihr Aussehen ist auch der Charakter der Perser-Katze. Ihre ruhige und ausgeglichene Art ist es wohl, was so viele Katzenliebhaber an dem Perser fasziniert. Auch wenn der Aufwand für die Pflege sehr hoch ist, lohnt es sich, eine Perserkatze in sein Zuhause zu lassen. Sind sie zufrieden mit sich und der Welt, sind die Perserkatzen einfach perfekt. Wir stellen euch die schöne Katze heute genauer vor, geben Informationen über die Herkunft, die Haltung und Pflege und natürlich das Wesen der Katze.

Perserkatze – Steckbrief

Alternativer Name: Perser

Herkunft: Kleinasien

Größe: kleinmittelgroß und groß

Gewicht: weibliche Tiere 3,5 bis 6 kg, männliche Tiere bis zu 7 kg

Fell: langes dichtes Haar mit viel Unterwolle

Fellfarben: alle Farben und Zeichnungen sind möglich

Augenfarben: orange, kupfer, aber auch blau und grün

Charakter: freundlich und ruhig, verschmust

Pflegeaufwand: recht hoch

Preis: zwischen 400 und 800 Euro

Die Herkunft der Perserkatze

Auch wenn der Name es vermuten lässt, stammt die Perserkatze wohl eher nicht aus Persien, sondern aus dem türkischen Raum. Ihre Geschichte geht sehr lange zurück. Bis 1876 wurde die Perser-Katze in Anlehnung an ihre türkischen Wurzeln und der Hauptstadt Ankara auch Angorakatze genannt. Man darf sie aber nicht mit der echten Türkisch Angora verwechseln. In Brehms Tierleben aus dem Jahr 1915 wird die Angorakatze als schönste Katze der Welt vorgestellt.

Die Perserkatze ist eine der ältesten Rassekatzen überhaupt und doch ist ihre Geschichte und Herkunft nicht ganz klar. Wahrscheinlich gab es sie schon in der Antike. Der italienische Reisende Pietro Della Valle berichtete schon 1620 von herrlichen langhaarigen Katzen, die er in der persischen Stadt Khorasan gesehen hatte. Nicolas Fabri de Peiresc, ein Franzose, soll sie dann in Frankreich eingeführt haben. Daher wurde sie auch zunächst Französische Katze genannt. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts züchten vor allem die Briten die Perserkatze in allen möglichen Fellfarben und Größen. Mittlerweile gibt es aber auch Meinungen, dass die Perserkatze von einer russischen Langhaarkatze abstammen könnte. Hier sind die Nachforschungen aber noch nicht sehr weit fortgeschritten.

roter Perserkater

Das Aussehen der Perser Katze

Das heutige Aussehen der Perserkatze hat leider nicht mehr so viel mit dem ursprünglichen Erscheinungsbild zu tun. In den 1970er Jahren wurden in Amerika die rassetypischen Merkmale besonders stark herangezüchtet. Der gedrungene Körper wurde noch gedrungener, die kurze Nase bis ins Extrem kürzer gezüchtet. Diese extrem veränderten Perser kamen dann auch nach Europa. Zum Leidwesen der Tiere gingen mit diesen Züchtungen auch Anfälligkeiten und Krankheiten hervor. Wir gehen darauf etwas weiter unten noch spezieller ein. Erst seit zwei Jahrzehnten arbeiten verantwortungsvolle Züchter wieder daran, Perserkatzen zu züchten, die dem Rassestandard entsprechen, aber vollkommen gesund sind.

Körperbau

Perserkatzen sind recht groß und stämmig. Alles an ihnen ist irgendwie rund und natürlich flauschig. Sie stehen auf recht kurzen, aber kräftigen Beinen und haben am gesamten Körper ein sehr langes, seidiges Fell mit dichtem Deckhaar und jeder Menge Unterwolle. Ein sehr markantes Merkmal ist ihre Halskrause, deren Haare noch einmal etwas länger ist als der Rest des Fells. Ein buschiger Schwanz komplettiert die Katze.

Fellfarben

Die Fellfarben sind äußerst vielfältig. Es gibt eigentlich nichts, was es nicht gibt. Zu Beginn der Zucht gab es nur schwarze, weiße und blaue Perser. Jetzt können sie einfarbig, zweifarbig, aber auch dreifarbig sein. Auch die Musterungen sind vielfältig. Getigert und gescheckt laufen die Perser durch Wohnungen und posieren in Ausstellungen. Immer neue Farben wie lilac oder chocolate werden gezüchtet. Die Perserkatzen haben kupferfarbene bis orangefarbene Augen, aber bei besonderen Fellfarben kommen auch grüne und blaue Augen vor-. Weiße Perser haben zum Beispiel blaue Augen und Chinchilla und Shaded leuchten in Grün.

Die Colourpoint

Die Colourpoint ist eine besondere Farbvariante der Perserkatze. Sie wird auch Himalayan oder Maskenperser genannt. Entstanden ist sie durch eine Kreuzung der Siam-Katze und der Perser und ähnelt in der Farbe der Siam. Ansonsten entspricht sie dem Rassestandard der Perserkatzen. Die erste Himalayan erblickte 1935 in den USA das Licht der Welt und man begann in den 1940er Jahren die zielgerichtete Zucht in Großbritannien. Das Fell ist ganz hell und am Schwanz, im Gesicht und an den Pfoten hat sie eine dunklere Farbe.

Charakter und Verhalten der Perserkatze

Perserkatzen sehen durch ihre kurze Nase manchmal ein wenig grimmig aus. Das sind sie aber überhaupt nicht. Liebhaber schätzen die Katze wegen ihrer wundervollen freundlichen Art. Die Perser sind sehr entspannte, gelassene und ruhige Tiere, die unglaublich gern schmusen. Trotz ihrer Anhänglichkeit besitzen die Perser aber ihre ganz eigene, sehr stolze Persönlichkeit. Sie sind sehr aufmerksam, intelligent und neugierig. Am liebsten verbringen sie de Zeit mit ihrem Menschen. Klar streifen sie auch gern einmal durch die Natur und entdecken das ein oder andere andere Wesen oder riechen an einer Blume, doch das brauchen sie nicht unbedingt. Deswegen können Perserkatzen auch ausschließlich in der Wohnung gehalten werden.

Perserkatzenbaby beim Spielen

Perserkatze – Haltung und Pflege

Im Großen und Ganzen ist eine Perserkatze sehr genügsam un hat keine hohen Ansprüche. Wenn sie gesund ist, braucht sie ihr Futter, genug zu trinken und natürlich eure Aufmerksamkeit. Nur bei der Fellpflege wird es ein bisschen anstrengend. Das lange dichte Fell muss möglichst täglich gebürstet werden. Schnell ist sonst die dicke Unterwolle verfilzt und wenn es richtig stark ist, hilft nur noch ein Gang zum Tierarzt, der die Knoten und Platten dann fachmännisch herausschneit, gar rasiert!

Soweit sollte man es auf gar keinen Fall kommen lassen und die sanfte Katze schon als Kitten an das tägliche Bürsten und Kämmen gewöhnen. Da sie gern Zeit mit uns Menschen verbringt und schmust, empfinden die meisten Perser es sogar als besonders angenehm und genießen die Fellpflege geradezu. Lest gern auch unseren Beitrag über die richtige Fellpflege bei Katzen.

Anfälligkeiten und Krankheiten der Perserkatze

Die in den USA herangezüchteten Perserkatzen mit den übertriebenen Rassemerkmalen sind häufig von einigen Zipperlein geplagt. Sie haben Probleme mit der Atmung und neigen zu Brachycephalie. Auch die Regulierung der Körperwärme, die über die Atmung funktioniert wird so oft in Mitleidenschaft gezogen. Tränende Augen sind typisch für die Überzüchtungen. Vor allem bei den Peke Faces, den sogenannten Pekinesennasen, treten diese Probleme fast immer auf. Auch das Fressen fällt den armen Tieren schwer. In Europa sind die Peke Faces im Übrigen verboten und gelten als Qualzucht! Es lohnt sich, nach den neueren Züchtungen Ausschau zu halten, die mit diesen typischen Symptomen nicht zu kämpfen haben.

Ein weiteres Problem, mit dem die Perser oftmals im Alter zu kämpfen haben, ist das Polycystic Kidney Disease (PKD). Das sind erblich bedingte Nierenzysten. Sie führen zu Nierenversagen. Man kann aber mit einer Ultraschalluntersuchung schon früh herausfinden, ob die Katze die Anlagen dafür in sich trägt. In der Zucht werden diese Untersuchungen mittlerweile, vor allem in Europa, standardmäßig gemacht und die betroffenen Tiere von der Zucht ausgeschlossen.

Besonderheit der Perserkatze

Im Unterschied zu allen anderen Katzen nehmen die Perser ihre Nahrung mit der Zunge und nicht mit den Zähnen auf. Darauf solltet ihr bei der Bereitstellung des Futters achten. Zu große Stücke sind schwer für die Katzen in den Mund zu bekommen.

kleine Perserkatzen Kitten in Kiste

Perserkatze kaufen

Wenn ihr eine Perserkatze kaufen wollt, dann geht zum seriösen Züchter. Werden euch Kitten zum Schnäppchenpreis angeboten, lasst die Finger von den armen Tieren. Sie sind selten gesund. Auch wenn euch der Preis zwischen 400 und 800 Euro etwas teuer erscheint, die Katzen aus einer guten Zucht sind es wert. Ihr könnt auch im Tierheim nach einer Perserkatze schauen. Oft sitzen dort auch Rassekatzen und warten sehnsüchtig auf ein neues Zuhause.

Wenn ihr zum Züchter geht und eine Perserkatze kaufen wollt, dann achtet auf folgende Fehler im Rassestandard:

  • tränende Augen
  • Atembeschwerden
  • Körper zu zart oder auch zu lang
  • Schädel zu flach oder zu hoch

Alle Merkmale der Rasse findet ihr au der Internetseite des Fédération Internationale Féline (FiFe).

Auch für die Perserkatze haben wir euch wieder ein tolles Video herausgesucht, in dem die Katze vorgestellt wird. Jullianna von JulisTierwelt erklärt die Geschichte der Perserkatze, ihre Haltung und Pflege auf eine sehr sympathische Art:

Wir hoffen, euch hat das Rassekatzenportrait der Perserkatze gefallen. Wenn euch etwas fehlt oder ihr noch mehr Informationen oder Erfahrungen mit den flauschigen Fellnasen habt, dann schreibt uns doch einen Kommentar oder besucht uns auf unserer Facebookseite.

Perserkatze – die schöne Rassekatze im Portrait
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