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Wir lieben unsere Katzen und wollen, dass es ihnen gut geht und sie immer gesund sind. Deswegen sollten wir uns auch mit Themen zur Gesundheit beschäftigen. Neben dem Impfen und der jährlichen Kontrolluntersuchung, ist deswegen auch die Wurmkur ein Thema. Sind die Tiere von den kleinen Parasiten befallen, solltet ihr also eure Katze entwurmen. Neben der Beseitigung der akut angefallenen Würmer kann eine regelmäßige Wurmkur aber auch vorbeugend wirksam sein. Wie oft man Katzen entwurmen sollte, was für Würmer ihr eigentlich das Leben schwer machen und welche Methoden der Entwurmung für Katzen es gibt, haben wir in diesem Blogbeitrag einmal gesammelt zusammengefasst. Viel Spaß beim Lesen!

Warum sollte man die Katze entwurmen?

Nicht nur Katzen, die als Freigänger draußen durch die Gegend stromern, sondern auch Wohnungskatzen können sich mit Würmern infizieren. Um die lästigen Parasiten wieder loszuwerden, wendet man eine Wurmkur bei Katzen an. Zusätzlich schützen die Wurmkuren die Katzen vor Folgeerkrankungen und Schäden des Wurmbefalls. Schon die kleinen Kitten bekommen in ihren ersten Monaten vorsorglich eine Wurmkur, damit  die Kleinen nicht gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt werden und gesund groß werden können. Aber ihr solltet auch eure erwachsene Katze entwurmen und so regelmäßig vor Wurmbefall schützen. Wenn eure Katze Würmer hat und sie nicht behandelt werden, wachsen immer mehr davon im Körper der Katze heran. Es kommt zur Störung der Verdauung, zu Erbrechen und Durchfall. Auch Appetitlosigkeit und damit einhergehender Gewichtsverlust oder im Gegenteil großer Hunger und trotzdem Gewichtsverlust, Juckreiz am Anus und Haarausfall können auftreten.

Einige Wurmarten befallen nicht nur eure Katze und machen ihr das Leben schwer, sondern sind auch auf den Menschen übertragbar und richten dort Schaden an. Vor allem  Spulwürmer sind hier zu nennen. Sie wandern als Larven auf ihrem Weg in den Darm durch den gesamten Körper und gelangen dabei in wichtige Organe wie die Leber oder die Lunge und können hier erheblichen Schaden anrichten.

Wurmbefall bei Katzen – Die häufigsten Wurmarten

Bandwurm

Katzen und andere Haustiere sind am häufigsten mit Bandwürmern infiziert. Sie leben in allen Wirbeltieren als Endoparasiten im Enddarm und gehören zu den Plattwürmern. Katzen können sich vor allem durch Flöhe mit Bandwürmern infizieren. Flöhe sind dabei die sogenannten Zwischenwirte, die die Katze zum Beispiel beim Putzen des Fells aufnimmt. Gelangt dieser befallene Zwischenwirt nun in den Darm der Katze geht der Vermehrungsprozess los. Aus den Larven, die zum Beispiel der Floh in sich trägt, entwickeln sich nun im Darm der Katze die erwachsenen Würmer. Auch durch kleine Nagetiere können Bandwürmer übertragen werden. Das kommt vor allem dann bei Freigängern vor.

Spulwurm

Auch von Spulwürmern sind Katzen häufiger einmal befallen. Diese gehören zur Ordnung der Fadenwürmer und nisten sich im Dünndarm der Katzen ein. Sie können bis zu 50 Zentimeter lang werden. Der Infektionsweg ist ähnlich dem der Bandwürmer. Spulwurmeier im Kot von schon infizierten Katzen kann der Auslöser sein, aber auch durch Transportwirte bzw. Zwischenwirte oder die Muttermilch bei säugenden Katzen können die Spulwürmer aufgenommen werden.

Hakenwürmer

Hakenwürmer sind etwas kleiner als die Spulwürmer. Meist sind Hunde befallen, aber auch Katzen sind vor ihnen nicht gefeit. Sie setzen sich im Dünndarm fest und werden über das Futter oder die Haut aufgenommen.

Lungenwürmer

Lungenwürmer kommen wirklich sehr selten vor. Meist werden Sie durch den Verzehr eines Wirtstieres wie Vögeln und Nagern aufgenommen.

Herzwürmer

Herzwürmer sind die gefährlichsten unter den Würmern und gehören auch so zu den gefährlichsten Parasiten bei Haustieren. Sie werden durch Mücken übertragen. Die Larven nehmen die Mücken beim Blutsaugen auf und wachsen in der Mücke heran. Mit einem Stich übertragen die Mücken die Herzwürmer auf die Katze.

kleine Katze braucht Wurmkur

Wie erkennt man, ob die Katze Würmer hat?

Je nachdem, welche Würmer in der Katze wüten, sehen auch die Symptome ganz unterschiedlich aus. Die verschiedenen Wurmarten können den Körper der Katze auch ganz unterschiedlich schädigen. Allen gemeinsam ist, dass sie der Katze wichtige Nährstoffe entziehen, die sie aber selbst sehr dringend für das Überleben braucht. Zudem können die Würmer Gewebe zerstören, wodurch es zu inneren Blutungen kommen kann. Die Würmer produzieren selbst natürlich auch Stoffwechselprodukte und diese sind giftig für eure Stubentiger. Mehr als genug Gründe also, die Katze regelmäßig auf Wurmbefall zu untersuchen bzw. regelmäßig zu entwurmen. Doch wie erkennt man, ob eine Katze von Würmern befallen ist?

In den ersten Tagen, nachdem die Würmer sich eingenistet haben, erkennt man nicht, dass man die Katze entwurmen muss. Erst vermehren sich die Larven in aller Ruhe und entwickeln sich zu adulten Würmern. Erst nach einigen Wochen treten dann erste Symptome auf. Wie wir etwas weiter oben schon erwähnten, kommt es häufig zu Verdauungsproblemen wie Durchfall und Erbrechen, die Katze hat entweder keinen oder einen sehr großen Appetit und nimmt ab. Hinzu kommen ein glanzlosen, stumpfes Fell und eine Trägheit, wie es typisch für sehr viele Erkrankungen bei Katzen ist. Ein recht deutliches Anzeichen dafür, das es sich bei den Plagegeistern um Bandwürmer handelt, ist, wenn eure Katze mit dem Po auf dem Boden herumreibt oder rutscht. Dann hat sie höchstwahrscheinlich einen Juckreiz am After, den sie so loswerden will. Spulwürmer erzeugen einen breiigen Kot, das Fell wird trocken und fällt aus. Bei Hakenwürmern zeigen sich vor allem die Symptome Durchfall und Anämie. Bei kleinen Kitten ist der kugelrunde aufgeblähte Wurmbauch ein deutliches Zeichen.

Viele Katzenbesitzer untersuchen den Kot ihrer Vierbeiner nach hellen Ausscheidungen, die so ähnlich wie ein Reiskorn aussehen, um festzustellen, ob die Katze Würmer hat. Das kommt aber nicht immer und bei allen Wurmarten vor und ist also kein sicheres Anzeichen für die Notwenigkeit,  die Katze entwurmen zu lassen.

Katze entwurmen – die gängigsten Wurmmittel

Habt ihr ein oder mehrere Symptome bei eurer Katze festgestellt, dann führt kein Weg am Tierarzt vorbei. Er schaut sich das Tier genauer an, stellt fest, um welchen Wurm es sich handelt und wird euch das richtige Medikament verschreiben, um die Katze zu entwurmen. Bei der Entwurmung von Katzen geht es vor allem darum, die Vermehrung der Würmer zu stoppen. Die Dosierung einer Wurmkur richtet sich nach dem Gewicht der Katze. Es gibt unterschiedliche Methoden und ihr findet zusammen mit eurer Katze und dem Tierarzt heraus, welche bei eurem Stubentiger am besten funktioniert.

Spot-on-Präparate zum Entwurmen

Diese Präparate zur Wurmbehandlung bei Katzen sind flüssig. Sie werden in den Nacken der Katze geträufelt und gelangen in die Blutbahn. Die meisten Katzen können diese Art der Behandlung überhaupt nicht leiden und versuchen das Mittel abzulecken.

Entwurmung mit Tabletten

Viele schwören auf eine Wurmkur mit Tabletten. Sie werden zerkleinert und ins Futter gemischt. Bei unseren Fellnasen funktioniert es ganz gut mit Leberwurst (alle Katzen lieben Leberwurst *g*), in die wir die Tabletten mischen und den Katzen direkt hinten auf die Zunge legen. Ob eure Katze sich auch so gut übers Ohr hauen lässt, müsst ihr natürlich selbst testen. Bei den meisten funktioniert es aber wirklich gut.

Pasten und Gele zum Katze entwurmen

Direkt ins Maul der Katze kommen die Entwurmungsmittel in Pasten- oder Gelform. Dies geschieht mit einem Applikator, der einer Spritze ähnelt. Man kann die Pasten auch aufs Fell geben. In diesem Fall ist das Ablecken des Mittels durch die Katze durchaus erwünscht.

Entwurmung mit Spritzen

Mit Spritzen könnt ihr eure Katze auch entwurmen lassen. Der Tierarzt gibt sie ihnen. Doch die meisten Katzen haben verständlicherweise eine Abneigung gegen Spritzen, weswegen wir euch raten, es erst einmal mit den anderen Methoden zu versuchen. Braucht eure Katze dann wirklich eine lebensnotwendige Spritze oder wird geimpft, reicht es doch aus, dass sie sich dagegen schon enorm wehrt. Man muss diese Abneigung und die Angst nicht noch durch die Entwurmung mit Spritzen vorantreiben.

Wie oft sollte man die Katze entwurmen?

Empfohlen wird, die Katze 4 mal im Jahr zu entwurmen. Dadurch ist sie nicht wie bei einer Impfung gegen Würmer immun, aber die Regelmäßigkeit stellt sicher, dass sich Würmer nicht all zulange verbreiten können und somit Schaden anrichten. Parasitologen empfehlen mittlerweile sogar eine monatliche Wurmkur bei Katzen, um hundertprozentig auf Nummer Sicher zu gehen. Manche Tierbesitzer entwurmen die Katze nur einmal im Jahr. Das ist definitiv als Vorsorge zu wenig. Wenn eure Katze in der Zwischenzeit trotzdem Würmer bekommt (und das kann sehr schnell gehen) dann muss sie sowieso sofort entwurmt werden. Wie gesagt: eine Entwurmung ist keine Impfung!

Viele Katzenbesitzer lassen auch nur den Kot untersuchen oder machen dies selbst (wovon wir abraten, weil nicht alle Würmer im Kot mit dem bloßen Auge erkennbar sind). Auch das muss, damit es eine wirkliche Vorsorge ist, mehr als nur ein oder zweimal im Jahr passieren. Hier empfehlen die Fachärzte und Parasitologen ebenso eine monatliche Untersuchung, also solltet ihr für den ganz sicheren Weg auch hier zwölfmal im Jahr den Kot auf Parasiten untersuchen lassen.

Nebenwirkungen beim Katze entwurmen

Grundsätzlich kann es beim Katze entwurmen zu leichten Nebenwirkungen wie Durchfall oder auch leichten Magen-Darm-Beschwerden kommen. Mittel, die von außen aufgetragen werden wie die Spot-on-Präparate können Juckreiz auslösen und eventuell zu etwas Haarausfall führen. Habt aber nun keine Angst vor der Wurmkur für Katzen, ernsthafte Schäden treten nicht auf. Die Wurmmittel schaden den Würmern, nicht eurer Katze.

Katze entwurmen – Vorbeugung

Ihr könnt es nicht komplett ausschließen, dass eure Katze Würmer bekommt. Auch nicht, indem ihr ihr den Freigang verwehrt. Denn auch ihr schleppt mit euren Schuhen Larven und Wirtstiere wie Flöhe mit in die Wohnung. Aber ihr könnt durch eine  sorgfältige Hygiene dazu beitragen, das Risiko einer Infizierung zu vermindern. Regelmäßiges Waschen der Decken und Kissen, auf denen euer Stubentiger gern liegt, und das Saugen der Teppiche entfernt eingeschleuste Flöhe recht gut. Macht das Katzenklo regelmäßig sauber, um die Ausbreitung von Würmern im Kot und durch den Kot einzudämmen. Es gibt auch vorbeugende Breitbandmittel gegen Flöhe, Hakenwürmer, Spulwürmer und so weiter, die ihr der Katze geben könnt. Fragt dazu am besten euren Tierarzt.

Habt ihr noch Fragen oder Anregungen? Dann hinterlasst uns doch einen Kommentar. Wir freuen uns über Feedback!

 

Katze entwurmen – Informationen und Tipps zur Wurmkur
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