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Katzen sind des Deutschen liebstes Haustier. Ja, es tut mir leid für die Hundebesitzer, aber die Katzen haben den treuen Begleiter des Menschen mittlerweile überholt und bevölkern 57 Prozent der Haushalte. Sie sind aber auch so schön verspielt, machen trotzdem immer ihr eigenes Ding und sind einfach immer so schön kuschelig weich. Das Katzenfell bedeckt den gesamten Körper (ok, von Katzen ohne Fell einmal abgesehen) und muss natürlich gut gepflegt werden. Das übernehmen die Katzen zum größten Teil selbst und putzen und lecken sich ausgiebig den ganzen Tag. Wir können und sollten unsere Stubentiger dabei aber auch unterstützen. Was ihr bei der Fellpflege bei Katzen beachten solltet und wie ihr es richtig macht, erfahrt ihr in diesem Beitrag.,

Warum ist Katzen Fellpflege so wichtig?

Leben Katzen draußen in der freien Natur, bleiben viele lose Haare bei ihren Streifzügen an Ästen, Zweigen und Grashalmen hängen. Nur noch ein paar wenige müssen sie durch Lecken und Putzen selbst aus dem Fell ziehen. Unsere Wohnungskatzen verschlucken viel mehr Haare, weil sie eben nicht die natürlichen Möglichkeiten haben, um die vielen Tausend Haare pro Tag loszuwerden. Katzenzungen haben kleine Widerhaken, an denen die Haare hängenbleiben und die Katzen verschlucken diese. Die Haare können von den Katzen nicht verdaut werden, sondern werden später dann wieder ausgebrochen.

Wenn ihr Katzenbesitzer seid, dann habt ihr sicher schon mehr als einmal die Lachen mit den kleinen oder größeren Haarballen in der Wohnung (meist an den unmöglichsten Stellen) gefunden und weggeputzt. Doch allein die Sauerei wegzuputzen ist noch das kleinste Problem. Ein viel größeres Problem kann für die Katzen entstehen, wenn sich die Katzenhaare im Verdauungstrakt verdichten und zu einem Magen- oder Darmverschluss führen. Dann hilft nur noch eine OP. Das will natürlich kein Katzenbesitzer!

Regelmäßiges Bürsten führt aber auch zu einem viel glatterem Fell, was  sich positiv auf den Wärmehaushalt eurer Katze auswirkt. Das Fell wird viel stärker wärmerückhaltend und isoliert besser, zudem wird es stärker wasserabweisend.

Katzenfellpflege für ein Wohlbefinden von Tier und Mensch

Neben den gesundheitlichen Aspekten und der Unterstützung der reinlichen Tiere bei der Fellpflege, gibt es noch weitere positive Effekte, wenn ihr eure Katze regelmäßig bürstet. Die Katze verliert durch das Bürsten viel weniger Haare und das werdet ihr ganz sicher an eurer Kleidung und in der Wohnung merken. Das Bürsten des Katzenfells fördert außerdem die Durchblutung der Haut. Das tut nicht nur grundsätzlich der Katze gut und sorgt für ein glänzendes Fell, sondern beschleunigt auch den Fellwechsel.  Ein toller Effekt durch das Bürsten, zumindest in den meisten Fällen, ist, dass es die Beziehung zwischen euch und der Katze außerordentlich stärkt. Manche Katzen mögen die Bürste nicht. Wir haben auch für den Fall, dass eure Katze mit der Bürste und dem Kamm auf Kriegsfuß steht, weiter unten ein paar Tipps für euch.

Welche Katzenbürste ist die richtige?

Für die Fellpflege bei Katzen solltet ihr am besten zu einer Bürste greifen. Natürlich funktioniert auch ein Kamm, der ziept aber eben auch gern mal. Die meisten Katzen reagieren auf Bürsten wesentlich ruhiger als auf Kämme und lassen sich auch bei anfänglichem Kampf gegen das Pflegeutensil mit einer Bürste schneller überzeugen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: zusätzlich zum reinen Zweck des Entfernens der Haare gibt es durch die Bürste ein Gratismassage und Streicheleinheit dazu. Bei der Wahl der richtigen Bürste für die Fellpflege bei Katzen, kommt es nun ganz darauf an, was für ein Exemplar ihr besitzt.

Katzenbürsten

Hat eure Katze sehr kurzes und eng anliegendes Fell, dann wird meist ein engzahniger Kamm mit recht kurzen Zinken und abgerundeten Spitzen empfohlen. Als Bürste eignet sich eine weiche mit Gumminoppen versehene am besten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch die Katzen mit den kurzen Haaren mehr auf die Bürste als auf den Kamm steht. Probiert es am besten einfach selbst an eurem Stubentiger aus.

Hauskatzen mit dichten und plüschigem Fell, wie die British Kurzhaar, brauchen eine ganz besonders weiche Drahtbürste, am besten mit gebogenen Zinken. Diese ist besonders während des Fellwechsels. Für eine sanfte Massage empfehlen wir eine Naturhaarbürste. Ein Kamm mit verschieden langen Zinken und abgerundeten Zinken befreit eure Katze von letzten Fellknötchen.

Bei Katzen mit sehr weichen und zu Locken tendierendem Fell, wie bei der Rexkatze, müsst ihr darauf achten, dass ihr nie gegen den Strich bürstet. Auch das Streicheln gegen den Strich kann schon dazu führen, dass die Haare brechen. Nehmt für die Fellpflege hier einen engzahnigen Kamm mit ganz kurzen Zinken. Die Bürste sollte sehr weich sein, damit sie ganz sanft durch das Fell gleitet und nicht daran reißt.

Fellpflege bei Langhaarkatzen

Langhaarige Katzen brauchen tägliche Pflege.  Einmal am Tag solltet ihr euch die Zeit nehmen und euren Stubentiger gut durchbürsten. Das klingt erst einmal anstrengend, aber Streicheleinheiten und Aufmerksamkeit brauchen die Samtpfoten ja sowieso jeden Tag. Also warum nicht gleich bürsten statt nur zu streicheln? Seid beim Bürsten der Langhaarkatzen besonders vorsichtig und haltet eventuell das Fell mit der anderen Hand ein wenig fest. Bekanntlich dauert es ein bisschen länger, ehe solch ein Salonlöwe fertig gebürstet ist. Zur Not bürstet lieber zwei-, dreimal kürzere Zeit als einmal in einer ewigen Prozedur, die eure Katze nur stresst.

Gerade bei der Fellpflege bei Katzen mit langen Haaren empfiehlt es sich beim Kauf der Bürste etwas tiefer in die Tasche zu greifen und eine spezielle und vor allem qualitativ gute Bürste zuzulegen. Zupfbürsten sind für die langhaarigen Gesellen besonders gut, da sie vor allem auch die Unterwolle gut entfernen. Nach dem Entfernen der losen Haare, könnt ihr eurer Katze noch mit einer Wildschweinhaar-Bürste den letzten Schliff geben. Sie bekommt eine schöne Massage und das Haar wird richtig glänzend. Nehmt auf gar keinen Fall einen Kunststoffkamm! Er kann die Haare und die gesamte Katze sowie euch selbst elektrostatisch aufladen und ihr bekommt einen Schlag, der für beide Seiten unangenehm ist.

Soll ich die Katze scheren lassen?

Eine Schur sollte wirklich das allerletzte Mittel sein, zu dem ihr greift, um eurer Katze zu einem glänzenden gesunden Fell zu verhelfen. Soweit, dass den Verknotungen und dem Filz nur noch durch das Scheren beizukommen ist, sollte es gar nicht erst kommen! Deswegen schreiben wir ja diesen Artikel zur Fellpflege bei Katzen. Ist es nun eben doch passiert oder ihr habt einen armen Streuner aufgelesen und wollt ihn wieder hochpäppeln, dann überlasst die Schur unbedingt einem Tierarzt.

Fellpflege bei Kurzhaarkatzen

Auch Kurzhaarkatzen benötigen eure helfenden Hände bei der Fellpflege und das nicht nur während des Fellwechsels. Im Gegensatz zu den Langhaarkatzen braucht ihr das aber nicht jeden Tag tun. Mindestens einmal pro Woche solltet ihr aber auch Katzen mit kurzem Fell durchbürsten oder durchkämmen. Wie ich schon einmal erwähnte: probiert aus, ob eure Katze mehr auf Kämmen oder Bürsten steht. Ich habe mit dem Kamm keine guten Erfahrungen gemacht. Bürstet immer mit dem Strich. Entgegen der Wuchsrichtung kann es auch dazu kommen, dass ihr eigentlich noch festsitzende Haare mit herauszupft und das wird eure Fellnase auf Dauer ganz sicher nicht tolerieren. Die weiche Unterwolle arbeitet ihr mit einer Zupfbürste, einer speziellen Unterfellbürste, durch. Je nachdem, ob eure Kurzhaar eher enganliegendes Fell oder dichtes, plüschiges hat, beachtet die oben stehenden Hinweise zur Auswahl der Bürste und des Kamms.

Katzen badenDarf man Katzen baden?

Wie auch immer und warum auch immer man auf die Idee kommt, die Katze baden zu wollen – lasst das! Die Tiere sind extrem wasserscheu, haben beim Baden einfach nur Stress und bekommen dadurch Hautprobleme. Auch wenn ihr ein ganz tolles Katzenshampoo entdeckt habt – bürstet eure Katze und lasst sie selbst ihre Pflege übernehmen. Es gibt nur eine absolute Ausnahme, in der ihr die Katze baden dürft: wenn giftige Substanzen ins Fell geraten sind.

Bürste da, Katze weg – Was tun?

Im Austausch mit anderen Katzenbesitzern kann so mancher schon mal neidisch werden, wenn diese berichten, wie sehr ihre Katzen das Bürsten und Kämmen genießen. Denn nicht jede Katze findet das Prozedere automatisch gut. Auch ich hatte einmal ein Exemplar, welches beim Anblick der Bürste sogar schneller verschwunden war als beim Rausstellen der Transportbox.

Habt ihr auch so eine Katze, dann lasst den Kamm und/oder die Bürste ein paar Tage auf dem Boden liegen, damit die Katze sich das neue Objekt in Ruhe betrachten kann. Versucht sie zu bürsten, wenn sie gerade in ihrer Schmuse- und Kuschelphase ist. Das muss nicht sofort klappen. Versucht es einfach immer wieder. Ihr könnte die Bürste auch als Spielzeug nutzen. Werft sie weg, lasst die Katze dran herumkauen, damit sie das Pflegeutensil akzeptiert. Was auch immer gut hilft, ist das Ablenken mit Leckerlis. Nehmt dafür Pasten aus der Tube, wie Malzpasten, denn an denen schlecken sie eine Weile und sind somit länger abgelenkt als beim Verschlingen eines kleinen Tabs.

Hilft das alles nichts, dann probiert es mit einem Pflegehandschuh oder dem Furminator für die Fellpflege bei Katzen. Der Furminator ist ein spezielles Utensil, den ich auch ausprobiert habe. Meine Erfahrungen und alles Wissenswerte zum Furminator habe ich in einem anderen Artikel niedergeschrieben.

Fellpflege bei Katzen – Schönheit kommt von innen

Auch bei Katzen kommt die Schönheit von Innen. Die richtige Ernährung trägt nicht nur bei uns Menschen zu einem gesunden Körper, Hautbild und Haaren bei, sondern natürlich auch bei Katzen. Die richtige Mischung aus Eiweiß und Fetten über die Nahrung ist wichtig für ein gesundes glänzendes Fell. Auch Vitamine wie Vitamin A, der B-Komplex oder E sowie Zink und Kupfer sind für die Gesundheit der Katze und ein schönes Katzenfell wichtig. Für die Unterstützung der Fellpflege bei Katzen gibt es spezielle Malzpasten, die es eurer Katze ermöglichen, die Haarballen schneller auszuscheiden, damit es nicht zu den eingangs erwähnten gefährlichen Verstopfungen kommt. Auch spezielle Fellpflegepasten können nicht schaden.  Ihr findet viele Tipps zur richtigen und gesunden Ernährung der Katze und auch Hinweise zu Nahrungsergänzungsmitteln in weiteren Blogartikeln bei miau-wau.de.

Die richtige Fellpflege bei Katzen
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